Informationen und Beiträge zur Kellerabdichtung, Mauertrocknung Schimmelursachen und häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sagt chatgpt über www.kellerdicht.nrw ? Eine kritische Betrachtung der KI

Grundsätzlich sind wir der KI gegenüber aufgeschlossen. Sie macht viele Alltagsprobleme einfacher. Aber im Hinblick auf unseren zertifizierten Fachbereich sind hier doch deutliche Mängel festzustellen. Die gesamte Grundlage unserer fachlichen Beurteilung bei chatgpt fußt auf der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e. V.). Dieser privat gegründete Verein besteht seit 1977 und verkauft Zertifizierungen. Und einmal verkaufte Zertifizierungen werden in Richtlinien zementiert, die jedoch nicht alles technisch mögliche berücksichtigen.

Das von uns beschriebene Verfahren der Kapillardepression besteht allerdings schon seit 1967. Daher haben wir bisher auf eine solche Zertifizierung verzichtet. Und die gesamte fachliche Beurteilung von chatgpt, bishin zu einzelnen von uns gegebenen Wirkversprechen, ist aus diesen WTA-Richtlinien entnommen.

Wenn es sich nicht vermeiden läßt, können wir eine solche Zertifizierung beantragen und werden sie auch bekommen, da ein Produkt mit gleicher Zusammensetzung bereits zertifiziert wurde. Aber die Kosten dafür müßten wir umlegen. Viel wichtiger ist uns allerdings, das wir den maßgeblichen Miterfinder dieses Verfahrens persönlich kennenlernen durften. Auf seinen Vorgaben basiert unser Produkt KELLERDICHT-Injektion für Kapillarsperren. Er beschreibt in seinem Buch die maßgeblichen Grundlagen der Kapillardepression ("Nässeschäden an Bauwerken" von Hans-Jürgen Krein, ISBN 978-3-95631-296-0).

Die gesamte Beurteilung ist für die Arbeitsweise von KI verständlich, da sie sich nach sogenannten Leitmedien orientiert. Aber inhaltlich stehen wir zu den Inhalten unserer Webseite. Wir geben hier aber dennoch, der Vollständigkeit unserer offenen Darstellung halber, den Inhalt dieser KI-Suchmaschine wieder. Es wird schon manch anderem Gewerk diese KI-Unzulänglichkeit aufgefallen sein. Aber wir möchten offen damit umgehen.

UND HIER DAS SUCHERGEBNIS. BITTE KONFRONTIEREN SIE UNS MIT FRAGEN, DIE SIE BESCHÄFTIGEN

"Fachliche Prüfung von KellerDicht NRW

Ich habe die Angaben von KellerDicht NRW mit den aktuellen Informationen der WTA und DIN sowie den technischen Aussagen auf der Website abgeglichen. Dabei ergibt sich ein gemischtes Bild: Das zugrunde liegende Verfahren ist technisch grundsätzlich plausibel, aber bei den konkreten Nachweisen von KELLER DICHT-Injektion sehe ich einen erheblichen Punkt, den ich vor einer Beauftragung klären würde.

1. Das Grundprinzip ist fachlich real

KellerDicht beschreibt eine hydrophobierende Mauerwerksinjektion. Dabei sollen die Poren nicht vollständig verschlossen, sondern deren Oberflächen wasserabweisend gemacht werden. Dadurch soll der kapillare Wassertransport reduziert bzw. unterbrochen werden.

Das ist kein exotisches oder grundsätzlich fragwürdiges Prinzip. Die WTA führt hydrophobierende Injektionsstoffe ausdrücklich als mögliche Stoffgruppe auf. Auch die WTA beschreibt Injektionsverfahren zur nachträglichen Reduzierung kapillar aufsteigender Feuchte.

Das Verfahren an sich ist also plausibel.

2. Der entscheidende Punkt: KELLERDICHT steht nicht in der WTA-Liste

Das ist aus meiner Sicht momentan der wichtigste Befund.

Die WTA führt eine aktuelle Liste der WTA-zertifizierten Injektionsstoffe, Stand 15.09.2026. Darin befinden sich zahlreiche Produkte – beispielsweise von Remmers, Sika, Köster, MC-Bauchemie, Weber, Wacker usw.

Ich finde dort weder „KELLER DICHT-Injektion“ noch „KELLERDICHT-Injektion“ noch Jürgen Schöneborn als Hersteller eines gelisteten WTA-Injektionsstoffs. W

Das ist deshalb relevant, weil die WTA bei ihrem Merkblatt 4-10 ausdrücklich von „zertifizierten Injektionsstoffen“ spricht. Sie beschreibt Prüfkriterien, Wirksamkeitsprüfung, Anwendungsgrenzen und Qualitätskontrolle. B

Die WTA schreibt außerdem, dass eine WTA-Mauerwerksinjektion mit WTA-zertifizierten Injektionsstoffen ausgeführt werden soll und dass Fachkunde und Referenzen des ausführenden Betriebs nachgewiesen werden sollten.

Wichtig:

Das bedeutet nicht automatisch, dass KELLER DICHT unwirksam ist.

Es bedeutet aber:

Ich finde derzeit keinen unabhängigen WTA-Nachweis dafür, dass genau dieses Produkt nach dem aktuellen WTA-Verfahren zertifiziert wurde.

Das ist ein wesentlicher Unterschied.

3. „Wir arbeiten nach WTA“ ist nicht dasselbe wie „unser Produkt ist WTA-zertifiziert“

Auf der Website steht beispielsweise:

„Wir können nach WTA-Richtlinien ausführen.“

Gleichzeitig wird KELLER DICHT als eigenes Produkt eingesetzt. K

Das sollte man auseinanderhalten.

Die WTA beschreibt bei der Mauerwerksinjektion ausdrücklich die Kombination aus:

  • geeigneter Bauzustandsanalyse,
  • geeigneter Planung,
  • geeignetem Injektionsverfahren,
  • WTA-zertifiziertem Injektionsstoff,
  • flankierenden Maßnahmen,
  • Qualitätskontrolle und
  • Dokumentation

Deshalb würde ich den Anbieter konkret fragen:

„Bitte nennen Sie mir das aktuelle WTA-Zertifikat für KELLER DICHT-Injektion und die dazugehörige Produktbezeichnung bzw. Zertifikatsnummer.“

Wenn es ein solches Zertifikat gibt, sollte das problemlos vorgelegt werden können.

4. Die Behauptung „80–90 Jahre“ ist für mich derzeit nicht ausreichend belegt

Auf der Website steht:

„Lebenslange Wirksamkeit von 80 bis 90 Jahren“

und an anderer Stelle wird sogar von lebenslanger Garantie gesprochen. K

Das ist eine sehr weitreichende Aussage.

Die WTA-Zertifizierung ist gerade deshalb interessant, weil dort konkrete Prüfbedingungen und Feuchtegrade berücksichtigt werden. In der aktuellen WTA-Liste werden beispielsweise Prüfbedingungen bis ≤95 % Durchfeuchtungsgrad ausgewiesen.

Auf der KellerDicht-Seite finde ich dagegen keine öffentlich zugängliche, unabhängige Langzeitprüfung, aus der sich die konkrete Aussage „80–90 Jahre“ ableiten lässt.

Und natürlich kann niemand heute experimentell nachweisen, dass ein 2026 eingebautes Produkt bis 2116 funktioniert. Solche Aussagen müssen daher auf beschleunigten Alterungsprüfungen, Materialprüfungen und entsprechenden Übertragungsannahmen beruhen.

Ich würde mir deshalb genau diesen Nachweis geben lassen.

5. Interessant ist die Aussage „funktioniert bei 100 % Durchfeuchtung“

KellerDicht wirbt damit, dass die Injektion auch bei 100 % durchfeuchtetem Mauerwerk funktionieren soll. K

Das ist eine besonders interessante Behauptung.

Denn die WTA-Zertifizierung differenziert gerade nach unterschiedlichen Durchfeuchtungsgraden; die aktuelle Liste weist Prüfbereiche bis ≤95 % aus.

Daher würde ich konkret fragen:

„Wo ist der Prüfbericht für die behauptete Wirksamkeit bei 100 % Durchfeuchtung?“

Nicht nur ein Sicherheitsdatenblatt.

Nicht nur eine Herstellerbroschüre.

Sondern den Prüfbericht, aus dem hervorgeht:

  • welcher Baustoff geprüft wurde,
  • welcher Durchfeuchtungsgrad vorlag,
  • welches Injektionsverfahren verwendet wurde,
  • welcher Bohrlochabstand verwendet wurde,
  • welche Wirkstoffmenge eingebracht wurde,
  • wie die Wirksamkeit gemessen wurde,
  • wie lange geprüft wurde und
  • welches Ergebnis erreicht wurde.

6. Eine technische Ungenauigkeit auf der Website ist mir aufgefallen

In einem neueren Fachartikel verwendet KellerDicht das sogenannte Jurin-Gesetz zur Erklärung der kapillaren Steighöhe.

Die auf der Website angegebene Formel ist allerdings nicht korrekt wiedergegeben. Dort steht sinngemäß:

h = ρ · g · r² / (γ · cos θ)

Die übliche Beziehung für einen zylindrischen Kapillarraum lautet dagegen:

h = 2 γ cos(θ) / (ρ g r). P

Das ist kein Beweis dafür, dass die KellerDicht-Injektion nicht funktioniert. Aber wenn sich ein Anbieter ausdrücklich als Sachverständigenbüro positioniert und seine Methode mit physikalischen Gleichungen erklärt, sollte eine solche Darstellung natürlich stimmen.

Ich würde das als kleines Warnsignal bei der technischen Kommunikation, nicht als Beweis gegen das Verfahren, einordnen.

7. „Seit 1967 bewährt“ würde ich ebenfalls hinterfragen

KellerDicht schreibt:

„Seit 1967 bewährt und erfolgreich.“

und gleichzeitig wird das Sachverständigenbüro mit „seit 1998“ beschrieben. K

Das kann durchaus erklärbar sein – beispielsweise könnte damit ein älteres Verfahren bzw. eine Vorläuferentwicklung gemeint sein.

Aber ich würde fragen:

Was genau wurde 1967 entwickelt?

Und insbesondere:

Ist die heute verwendete KELLER DICHT-Injektion chemisch identisch mit dem damaligen Material?

Denn „ein Verfahren existiert seit 1967“ ist nicht dasselbe wie:

„Diese konkrete Rezeptur wurde seit 1967 eingesetzt und über Jahrzehnte dokumentiert.“

Dafür müsste es entsprechende Unterlagen geben.

8. Positiv finde ich die Unterscheidung zwischen Kapillarfeuchte und Druckwasser

Hier ist die Website fachlich wesentlich überzeugender.

KellerDicht schreibt ausdrücklich, dass eine Kapillarsperre keine Druckwasserabdichtung ist und unterscheidet zwischen kapillarer Durchfeuchtung und einströmendem/drückendem Wasser.

Das ist wichtig.

Eine Horizontalsperre kann beispielsweise sinnvoll sein bei:

Erdreich → Fundament → kapillar aufsteigende Feuchtigkeit → Wand

Sie ist aber nicht automatisch die Lösung für:

Grundwasser → seitlicher Wasserdruck → Wasser dringt durch Risse/Fugen/Wand

KellerDicht sieht für Druckwasser deshalb andere Maßnahmen wie Negativabdichtungen oder Harzinjektionen vor. K

Das entspricht grundsätzlich der Notwendigkeit, die Wasserbeanspruchung und den Bauzustand zunächst zu analysieren. Genau diese Bauzustandsanalyse stellt auch die WTA bei nachträglichen Abdichtungen in den Mittelpunkt.

9. Die Aussage „keine Ausschachtung nötig“ muss man differenziert betrachten

Für eine reine kapillar aufsteigende Feuchtigkeit ist eine nachträgliche Horizontalsperre von innen grundsätzlich eine mögliche Sanierungsmaßnahme.

Bei seitlich durchfeuchteten Kellerwänden ist die Sache komplizierter.

Die Website räumt selbst ein, dass die Ausschachtung und Außenabdichtung bei seitlich eintretendem Wasser grundsätzlich die beste Lösung sein kann, aber aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen nicht immer möglich ist.

Das halte ich für eine vernünftige Differenzierung.

Eine Innenabdichtung ist eben nicht automatisch gleichwertig mit einer Außenabdichtung. Bei einer Innenabdichtung bleibt die Konstruktion auf der Außenseite weiterhin der Wasserbeanspruchung ausgesetzt.

Die aktuelle DIN 18533 behandelt die Abdichtung erdberührter Bauteile und unterscheidet verschiedene Wasserbeanspruchungen. Die 2026 veröffentlichte aktuelle Fassung ist DIN 18533-1:2026-06. D

Mein eigentliches Problem mit KellerDicht

Es ist nicht das Prinzip der hydrophobierenden Injektion.

Das Prinzip ist fachlich bekannt.

Mein Hauptproblem ist die Diskrepanz zwischen:

„Wir haben ein besonderes, seit Jahrzehnten bewährtes Verfahren mit 80–90 Jahren Lebensdauer“

und

„Ich kann derzeit keinen öffentlich nachvollziehbaren WTA-Zertifizierungsnachweis für genau dieses Produkt finden.“

Die WTA hat eine aktuelle, sehr detaillierte Liste zertifizierter Produkte. Dort stehen zahlreiche hydrophobierende Injektionsmittel. KELLER DICHT ist in dieser Liste nicht enthalten.

Das würde ich vor einer größeren Investition unbedingt klären.

Noch ein interessanter Punkt: „Sachverständiger“ und Hersteller in einer Person

Das Geschäftsmodell ist etwas ungewöhnlich:

Kellerdicht NRW tritt gleichzeitig als Sachverständigenbüro, Sanierungsunternehmen und Hersteller des eigenen Injektionsstoffes auf. Die Website bezeichnet das ausdrücklich als „alles aus einer Hand“.

Das ist nicht grundsätzlich schlecht.

Aber es bedeutet, dass die Person, die feststellt:

„Ihr Problem lässt sich mit KELLER DICHT lösen“

gleichzeitig an dem Produkt verdient.

Deshalb würde ich bei einem Gutachten oder einer Schadenanalyse besonders darauf achten, ob echte Verfahrensoffenheit besteht.

Eine wirklich gute Schadenanalyse sollte auch zu dem Ergebnis kommen können:

„Bei Ihrem Gebäude ist eine KellerDicht-Injektion nicht geeignet.“

Die Website behauptet ausdrücklich, dass man Kunden auch von einer wirtschaftlich nicht sinnvollen Sanierung abrät.

Das ist positiv – aber natürlich eine Aussage des Anbieters und kein unabhängiger Nachweis.

...

KellerDicht.NRW Bild mit KI-Unterstützung generiert

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