
Die Kapillardepression mit KellerDicht-Injektion physikalisch erklärt
Die Kapillardepression (auch kapillare Absenkung) kommt in feuchtem Mauerwerk selbst normalerweise nicht vor, sondern beschreibt das physikalische Gegenteil der dort stattfindenden Kapillarität (Kapillaraszension).
Während die Kapillarität dafür sorgt, dass Feuchtigkeit in den feinen Poren des Mauerwerks nach oben steigt, führt die Kapillardepression dazu, dass Flüssigkeiten aus Poren herausgedrückt oder daran gehindert werden, überhaupt einzudringen.
Hier ist die genaue Funktionsweise und der Unterschied im Detail:
Der physikalische Hintergrund
Ob es in einem Hohlraum zu einer Steigerung (Aszension) oder einer Absenkung (Depression) kommt, hängt vom Benetzungswinkel (Kontaktwinkel) zwischen der Flüssigkeit und der Porenoberfläche ab:
- Kapillarität (hydrophil): Wasser benetzt normale Baustoffe (wie Ziegel oder Mörtel) sehr gut. Der Kontaktwinkel liegt unter 90 Grad. Das Wasser zieht sich an den Porenwänden hoch und steigt entgegen der Schwerkraft nach oben. Das Mauerwerk saugt sich voll.
- Kapillardepression (hydrophob): Ist die Porenoberfläche wasserabweisend, liegt der Kontaktwinkel über 90 Grad. Die Flüssigkeit zieht sich von den Wänden zurück. Die Oberflächenspannung des Wassers wölbt den Meniskus nach oben (konvex), wodurch ein Überdruck entsteht, der das Wasser aus der Pore drückt.
Anwendung der Kapillardepression bei der Kellersanierung
In der Praxis nutzt man das Prinzip der Kapillardepression gezielt aus, um feuchtes Mauerwerk zu sanieren oder vor Feuchtigkeit zu schützen. Dies geschieht durch eine nachträgliche Hydrophobierung:
- Injektionsverfahren: Es wird KellerDicht-Injektion Hydrophobiermittel in das Mauerwerk injiziert.
- Beschichtung der Poren: Die Polymere aus KellerDicht-Injektion lagern sich an den Innenseiten der Kapillaren an und verändern deren Eigenschaften von "wasserliebend" (hydrophil) zu "wasserabweisend" (hydrophob).
- Die Wirkung: Die Poren werden dabei nicht verstopft, das Mauerwerk bleibt also diffusionsoffen (atmungsaktiv). Da die Poren nun aber eine Kapillardepression erzeugen, kann flüssiges Wasser (z. B. aus dem Erdreich oder durch Regen) nicht mehr in die Poren eindringen. Es wird aktiv zurückgewiesen.
